"Der Krieg vor dem Krieg - Welche Rolle spielen die Medien?": Vortrag und Diskussion

Mi, 18.4.2018 18-19:30 Uhr
Ort
Haus der Evangelischen Kirche
Frère-Roger-Straße 8-10
52062 Aachen
Beschreibung

Art der Veranstaltung
Reformationsdekade
Weitere Informationen


Der Krieg vor dem Krieg – Welche Rolle spielen die Medien ? „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.“ Für dieses gerne bemühte Journalisten-Bonmot finden sich in der Kriegsgeschichte zahllose Belege. Doch es trifft nicht den Kern des Problems. Genauer müsste es heißen: Das erste Opfer bei der Vorbereitung des Krieges ist die Wahrheit. Denn kein Krieg bricht unvermittelt aus. Kriege haben einen Vorlauf, in dem Bevölkerungen systematisch bearbeitet, Feindbilder konstruiert und gepflegt werden, so dass der Einsatz militärischer Gewalt am Ende als plausible ultima ratio erscheint. Zudem: Die hartbeinigen Propagandisten der alten Schule haben längst ausgedient. Heute sind hochprofessionelle PR-Strategen, „Kriegsverkäufer“, am Werk. Sie überlassen nichts dem Zufall und kreieren ein System, in dem Zensur, Propaganda, Werbung und Information kaum noch unterscheidbar sind. Dass gerade in Demokratien die „Vermarktungsstrategien“ des Krieges ein Höchstmaß an Perfektion erreicht haben, überrascht wenig, sind doch Demokratien – anders als autoritäre oder diktatorische Regime – essenziell auf öffentliche Zustimmung angewiesen. Im Vortrag wird diese beunruhigende Entwicklung an historischen und aktuellen Beispielen illustriert und analysiert. Mittwoch, 18.4.2018 | 18:00 Uhr Referent: Ulrich Teusch Prof. für Politikwissenschaft, Publizist, Sachbuchautor Leitung: Jürgen Groneberg Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 3 Euro

Veranstalter / veröffentlicht von:
Evangelische Stadtakademie Aachen

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52062 Aachen
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