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(c) Sharafmaksumov, AdobeStock

Gerechter Frieden für Mali?

Friedensethischer Studientag
Di, 24.5.2022 10-16:30 Uhr
Veranstalterin
Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Akademie im Rheinland
Themenbereich
Politik
Kurzbeschreibung
Studientag: Deutschlands Beitrag zur Konfliktbegrenzung
Mehr Informationen
In Mali tobt seit 2012 ein Bürgerkrieg mit unübersichtlichen Fronten. Die malische Regierung kämpfte zunächst gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Touareg im Norden. Doch im Laufe der Zeit kamen diverse islamistische Gruppierungen hinzu, die das Auseinanderfallen des malischen Staates ausnutzen wollen. Schließlich griff die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ein und bat Deutschland um Hilfe. Der Konflikt weitet sich weiter aus und wandelte sich mehr und mehr zu einem regionalen Bürgerkrieg, in dem verschiedene ethnische Milizen gegeneinander kämpfen. Die Lage gewann neue Dynamik dadurch, dass die malische Regierung, nach zwei Militärputschen in kurzer Zeit, auf russische Söldner zurückgreift. Damit wird Mali auch zu einem Schauplatz geopolitischer Auseinandersetzungen der Großmächte. Die weiteren von Frankreich geführten robusten Militärmissionen (Barkhane, Takuba) sind inzwischen beendet.Die Fortsetzung der EU-Ausbildungsmission EUTM ist fraglich geworden und auch die UN-Mission MINUSMA wird kritisch bewertet.

Neben den militärischen Einsätzen gibt es auch intensive Bemühungen um eine zivile Konfliktbeilegung. Doch ein gerechter Frieden scheint in weiter Ferne. Der Einsatz in Mali ist der größte der Bundeswehr und bei weitem auch der gefährlichste. Über einhundert Soldaten aus den verschiedenen Kontingenten wurden bereits getötet. Tausende von zivilen Opfern sind zu beklagen. Ungeachtet dessen wird der Einsatz in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

Der Krieg in der Ukraine hat den sicherheitspolitischen Diskurs in Deutschland auf grundstürzende Weise verändert. Die Aufmerksamkeit fokussiert sich auf Fragen der Landes- und Bündnisverteidigung. Dabei ist das unrühmliche Ende des Afghanistan-Einsatzes noch kaum aufgearbeitet. Die Frage, mit welchen Zielen und Mitteln sich Deutschland weiter global engagieren wird, bleibt auf der Agenda – und kann nicht losgelöst der Bewertung der globalen Konstellationen betrachtet werden. Vor diesem Hintergrund befragt der Friedensethische Studientag den Einsatz der Bundeswehr in Mali: Was macht Deutschland in Mali, warum engagiert es sich dort und welche Ziele verfolgen die verschiedenen Akteure?

Wir laden Sie herzlich ein, sich aus erster Hand zu informieren und Ihre Fragen an die Experten zu stellen.
Kooperationspartner:innen
Evangelische Akademie im Rheinland in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Innere Führung, der Evangelischen Militärseelsorge, dem Kirchenkreis Koblenz, dem AK Friedensarbeit stärken, Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Rheinland-Süd e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.
Anmeldung und praktische Hinweise
Referent*innen:
Meike May, ISPK (Institut für Sicherheitspolitik an der Christian-Albrechts Universität Kiel); Jochen Deuer, DEU Mission Force Commander EUTM MLI 2021; Bischof Dr. Bernhard Felmberg; Dr. Anthea Bethge, Eirene/Neuwied; Prof. Dr. Reiner Anselm, München, Vorsitzender der Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKD
Kosten
Die Teilnahme ist für Sie gebührenfrei. Wir freuen uns über ihre verbindliche Anmeldung.
Ansprechpartner:in
Jörgen Klussmann, Studienleiter
Themenbereich: Politik des Dialogs und der Vielfalt
https://www.fremd-vertraut.de/
Tel.: 0228 479898-50
Veranstaltungsort
Zentrum Innere Führung (Baudissin-Forum)
Von-Witzleben-Straße 17
56076 Koblenz
Hinweise (Förderung, Programm o.ä.)
Veranstalter / veröffentlicht von: Bild / Logo Evangelische Akademie im Rheinland
Evangelische Akademie im Rheinland
Tagungen und Austausch zu aktuellen Fragen in Kirche und Gesellschaft
Friedrich-Breuer-Str. 86
53225 Bonn
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Online-Redaktion:
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