Gottes Gnade und Barmherzigkeit zielen auf die Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Dieses Geschehen will nicht für sich bleiben, sondern in unsere Lebenswelten überspringen, indem es Vergebung ermöglicht und neue Anfänge stiftet. Es werden jene zukunftsorientierten Strategien herangezogen, die der Befriedung von Konflikten, der Annäherung von Menschen, der Überwindung von Feindschaften dienen und die Bereitschaft zum Verzeihen und Vergeben bestärken. Davon sollen alle Menschen profitieren – unbeschadet ihrer religiösen und weltanschaulichen Prägungen.
Das Pastoralkolleg möchte ein Ursprungsthema des christlichen Glaubens in heutige Kontexte individueller und kollektiver Lebenspraxis einzeichnen und zeigen, wie Vergebung Zukunft erschließt und aus der gängigen Polarität von Schuldverleugnung und Schuldverstrickung hinausführt. Wichtige Themenfelder sind: theologische, ethische und rechtliche Ebenen des Redens von Schuld und Vergebung, Übertribunalisierung und Schuldverleugnung, Aufarbeitung der Vergangenheit, Barmherzigkeit als Basisdimension des Lebens, die Bedeutung der Vergebungsbereitschaft, Schritte der Versöhnung. Es ist vernünftig, zu vergeben, auch wenn sich das Vergeben nicht erzwingen lässt und in Fällen schwerer und schwerster Schuld an seine Grenzen stößt.
Anmeldung unter folgendem Link des Veranstalters:
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