Franz von Assisi, Verantwortung für die Schöpfung

Mi, 10.6.2026 17:30-19 Uhr
Beschreibung
„Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaute und bewahrte.“ (Gen 2,15) – Das ist der Auftrag des Menschen: für Gottes Schöpfung Verantwortung zu tragen.

Wie kaum ein anderer hat Franz von Assisi diesen Aspekt des Menschseins betont: Der Mensch ist Teil der Schöpfung, er steht nicht über ihr; für die gesamte Umwelt, die Erde, das Wasser und die Luft, für alle Pflanzen und Tiere trägt er Sorge. Im „Sonnengesang“ nennt Franz von Assisi die Mitgeschöpfe seine Geschwister – „Bruder Sonne“, „Schwester Mond“ usw.

Das franziskanische Ideal ist dabei weit mehr als nur Schöpfungslyrik oder Naturromantik – es hat konkrete Auswirkungen auf unser Handeln. Und zwar nicht nur im klassischen Sinne der „Bewahrung der Schöpfung“ und sorgsamem Umgang mit der Natur, sondern auch in Fragen unternehmerischen und wirtschaftlichen Handelns.

Bettelorden und wirtschaftliches Handeln? – Das klingt zunächst paradox, ist es aber nicht: Wer wir die Franziskaner oder Klarissen sein Leben lang in freiwilliger Armut lebt, lernt wie kein Zweiter den verantwortungsvollen Umgang mit dem Wenigen, was er hat. So kommt es, dass die großen Bettelorden oft genug in der Geschichte eine Wirtschaftsethik der Nachhaltigkeit gelebt haben und leben.
Anmeldung
keine Anmeldung nötig
Kostenhinweis
kostenfrei
Veranstaltungsort
Ludwigskirche
Am Ludwigsplatz 18
66117 Saarbrücken
RollstuhlgeeignetInduktionsanlage für Hörgeräte
Bild des Veranstaltungsortes
Referent/in
Oliver Weidermann, Ev. Akademie im Saarland
Veranstalter / veröffentlicht von:
Evangelische Akademie im Saarland

Ludweilerstr. 60
66333 Völklingen
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