Das Verhältnis von Christentum und extrem rechter Ideologie ist spannungsreich und hochaktuell. Welche Taktiken wählt die extreme Rechte bei ihren versuchten Brückenschlägen in christliche Kreise? Welche kritischen Themenfelder lassen sich identifizieren? Welche Gegenstrategien können kirchliche Akteur*innen ergreifen?
In seinem Vortrag beleuchtet der Theologe Dr. Hans-Ulrich Probst theologische sowie gesellschaftspolitische Bezüge zwischen christlichen Traditionen und Akteuren der extremen Rechten. Er zeigt den Versuch auf, religiöse Narrative zu instrumentalisieren, analysiert aktuelle Entwicklungen und skizziert, welche Verantwortung Kirchen und Christinnen und Christen in einer pluralen Demokratie tragen.
Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion über gegenwärtige Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit extrem rechten Strömungen.
Referent: Dr. Hans-Ulrich Probst arbeitet im Bereich der Praktischen Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen zur Verbindung von Christentum und Rechtsextremismus. Er leitet das DFG-Projekt »Israelbezogene Identitätskonstruktionen christlich-neocharismatischer Organisationen«.
Zur Reihe:
Die Kirche ist als gesellschaftliche Akteurin in besonderer Weise gefragt, Räume für Demokratie, Vielfalt und Klimagerechtigkeit zu gestalten.
Mit der Veranstaltungsreihe „Haltung zeigen!“ macht ein breites Bündnis aus katholischen und evangelischen Akteurinnen auch in 2026 Angebote zur Orientierung und zur Stärkung von Beteiligung, Inklusion und nachhaltigem Handeln im Sinne christlicher Verantwortung.
Mehr Informationen zur Reihe:
https://www.evforum-bonn.de/haltung-zeigen/