Wenn man sich mit den Zusammenhängen biblischer Geschichten befassen möchte, ist es sinnvoll, die Umwelt der Bibel vor Augen zu haben, wie sie wirklich ist – nur mit eigenen Vorstellungen oder Film-Bildern gerät man schon einmal auf Abwege, die sich letztlich in Missverständnissen verfangen.
Da in der aktuellen Lage ein Besuch im Heiligen Land bis auf Weiteres nicht sinnvoll ist, ist die Suche nach Alternativen angeraten. So findet sich in den Niederlanden bei Nijmegen ein Freilichtpark, in dem mit authentischen Gebäude-Nachbauten ein realistischer Eindruck der biblischen Alltags-Welt des heiligen Landes vermittelt wird.
Auf der Webseite des „Bijbels Openluchtmuseum (Biblisches Freilichtmuseum) der Heilig Landstichting“ werden u. a. folgende Informationen bereit gestellt: „Der katholische Priester Arnold Suys gründete 1911 die Stiftung Heiliges Land. Er tat dies in Zusammenarbeit mit dem Architekten Jan Stuyt und dem Künstler Piet Gerrits, mit denen er einige Zeit im Heiligen Land verbracht hatte. Die drei waren von ihren dortigen Erlebnissen so beeindruckt, dass sie eine Pilgerreise ins Heilige Land für Menschen aus den Niederlanden und den umliegenden Ländern ermöglichen wollten, die sich die kostspielige und lange Reise in den Nahen Osten nicht leisten konnten.“ ... „Anfänglich lag der Schwerpunkt auf dem Neuen Testament mit der Geburt, dem Leben und dem Leiden Jesu Christi. Ab den 1960er Jahren erweiterte sich die Darstellung jedoch zunehmend auf ein breiteres Spektrum des Lebens im (historischen) Nahen Osten. Der ursprüngliche Name, Heilig Landstichting, wurde in Bijbels Openluchtmuseum (Biblisches Freilichtmuseum) geändert. 1993 wurde neben Judentum und Christentum auch der Islam als dritte monotheistische Religion in die Sammlung aufgenommen. Das Museum wurde um neue Bereiche erweitert, darunter ein arabisches Dorf.“ - siehe (
https://www.museumparkorientalis.nl/).