In Kooperation der Evangelischen Stadtakademie Aachen mit der Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik e.V Wenn von „weiblicher Mystik“ die Rede ist, sind damit in der Regel Traditionen der Mystik gemeint, die im biologischen Sinn auf Frauen zurückgehen. In diesem Halbjahr wollen wir uns mit einer solchen ‚Mystik von Frauen’ im Hinblick auf den zeitgeschichtlichen Kontext der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befassen: indem wir gemeinsam Texte von Edith Stein (1891- 1942), Simone Weil (1909-1943) und Madeleine Delbrêl (1904-1964) lesen und danach suchen, inwiefern das Fragwürdige, Brüchige, Abgründige der Moderne, das sich in dieser Zeit zweier Weltkriege und der Shoa besonders beunruhigend zeigt, in den Lebensgeschichten und spirituellen Erfahrungen dieser drei Mystikerinnen zum Ausdruck kommt. Bewusst wurde das „Weibliche“ im Titel in Anführungszeichen gesetzt. Denn eine leitende Frage unserer Lektüre soll jene sein, ob mit der Unterscheidung von Weiblichkeit und Männlichkeit – gerade in Bezug auf Mystik – nicht etwas anklingt, das über die bloße Geschlechterdifferenz hinausträgt, im Sinne einer Ausrichtung entweder auf überbegriffliche Einheit (‚weiblich’) oder begrifflichen Objektivismus (‚männlich’). In dieser gestisch-symbolischen Betrachtungsweise hätten alle Mystikerinnen und Mystiker der Möglichkeit nach individuell je unterschiedlich gewichtete ‚weibliche’ wie ‚männliche’ Anteile. Themen und Termine: Madeleine Delbrêl „In ihren Armen das Gewicht der Welt“ – Zur „Mystik der Straße“ bei Madeleine Delbrêl Dienstag, 17.11.2026 | 18.00–20.15 Uhr Referentin: Dr. Annette Schleinzer (Magdeburg) Digitale Veranstaltungsreihe über ZOOM Leitung: Dr. Marco A. Sorace (Düsseldorf) und Dr. Uwe Beyer (Aachen) Zeitphilosophische Impulse: Dr. Uwe Beyer Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden. Teilnahmegebühr pro einzelner Veranstaltung: 6,00 Euro Anmeldung unter
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