Der durch seine einzigartige Spieltechnik berühmt gewordene Gitarrist Jimi Hendrix spielte beim Woodstock Festival 1969 die US-amerikanische Nationalhymne. Auch diejenigen, die „nichts von Musik verstehen“, begriffen sofort, was hier ganz ohne Worte, nur mit Musik gesagt wurde: Die bis zur völligen Absurdität verfremdete Version war eine so radikale wie machtvolle Kritik an der saturierten bürgerlichen Gesellschaft. Musik ist Macht. In Philosophie und Psychologie wird über die Wirkung von Musik schon lange nachgedacht. Der antike Arzt Herophilos von Chalchedon zum Beispiel soll schon Messungen über den Zusammenhang von menschlichem Puls und Musik angestellt haben. Musik ist mächtig, weil sie als universelle Sprache Gefühle wecken und damit zielgerichtet eingesetzt werden kann. Carl Gustav Jung vertraute der Musiktherapeutin Margaret Tilly einmal bei einer persönlichen Begegnung in Küsnacht an, er könne sich der archetypischen Intensität der Musik nicht mehr aussetzen, denn es errege und erschöpfe ihn zu sehr. Jung verstand sehr viel von der Essenz der Musik, die an das tiefe archetypische Material heranreiche, was er in seiner analytischen Arbeit mit Patienten nur gelegentlich erreiche (vgl. Tilly 1956, S. 275). der Musik nicht mehr aussetzen, denn es errege und erschöpfe ihn zu sehr. Jung verstand sehr viel von der Essenz der Musik, die an das tiefe archetypische Material heranreiche, was er in seiner analytischen Arbeit mit Patienten nur gelegentlich erreiche (vgl. Tilly 1956, S. 275). Samstag, 10.10.2026 | 9.00 – 16.00 Uhr Leitung: Dr. Lutz Felbick Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler Haus der Evangelischen Kirche Frère-Roger-Straße 8-10, 52062 Aachen Kosten: 20,00 EuroAnmeldung unter
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