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Islamophobie vor dem Hintergrund der Eskalation im Nahen und Mittleren Osten

Mi, 20.5.2026 18-20 Uhr
Veranstalterin
Eine Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Akademie im Rheinland.
Themenbereich
Politik
Kurzbeschreibung
Vortrag und Diskussion mit Studienleiter Jörgen Klußmann
Mehr Informationen
Islamophobie – die (übertriebene oder fanatische Angst vor dem Islam und Muslimen) bildete sich besonders mit der islamischen Revolution 1979 im Iran, spätestens aber seit den Attentaten vom 11. September stark im Westen verbreitet. Mit dem Zuwachs an Flüchtlingen aus den Bürgerkriegsländern des Nahen Osten, allen voran Syrien, kamen 2015 besonders viele Menschen nach Europa und besonders nach Deutschland. Zur gleichen Zeit begann die extreme Rechte gezielt nicht nur gegen Muslime zu agitieren, sondern auch gegen den Islam selbst. Häufig wurde nicht mehr differenziert zwischen der über 1400 Jahre alten Religion und dem politischen Islamismus, der versucht, die Religion politisch zu indoktrinieren.

Der „politische Islam“ oder besser „Islamismus“ (arab.: al Islam as-salafiyah), weil er sich vom Wort „Islam“ unterscheidet – geht auf den Widerstand gegen den europäischen Kolonialismus und gegen den amerikanischen und sowjetischen Imperialismus in der islamischen Welt zurück. Bereits während der Besetzung Ägyptens durch französische Truppen unter General Napoleon Bonaparte 1798 regte sich früh Widerstand unter Muslimen gegen den europäischen Eroberer. Anfang des 20. Jahrhunderts artikulierte der Publizist Hassan al-Banna in den 1930er Jahren des letzten Jahrhunderts dann klare Ziele und Überzeugungen, wie z. B. dass der Koran die Grundlage jeder politischen und nationalen Verfassung eines Landes sein solle und das religiöse Recht mindestens Vorrang vor säkularem Recht haben müsse.

Mit den Entwicklungen seit den Attentaten am 7. Oktober 2023 in Israel und den folgenden Kriegen in Gaza, dem Libanon und nun Iran formiert sich langsam ein flächendeckender Krieg in ganz Nah- und Mittelost in Israel, vom Libanon über Syrien in den Irak und von dort bis in den Iran und die Golfstaaten hinein. Die Angst vor einer „islamischem“ Invasion könnte damit neue Nahrung erhalten, besonders wenn der islamistische Terror wieder vermehrt im Rest der Welt Einzug halten würde.

Wie gehen wir damit um und wie können wir differenzieren lernen zwischen dem Islam und seinen Gläubigen, den Muslimen und dem Islamismus, einer politischen Ideologie, die die Religion für sich instrumentalisiert und vor Terror nicht zurückschreckt?

Referent:
Jörgen Erik Klußmann hat neben Politikwissenschaften und Afrikanistik auch Islamwissenschaft studiert und führt in die Hintergründe der Angst vor 'Islamischem!' ein und deckt die Motivation dahinter und die Wirkung auf die Bevölkerung auf.
Kooperationspartner:innen
Evangelisches Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Aachen
Evangelische Akademie im Rheinland
Anmeldung und praktische Hinweise
Teilnahme nur mit Anmeldung möglich!

Anmeldung unter: simone.graff@ekir.de
oder 0241 453-162
Kosten
Teilnahme kostenfrei.
Ansprechpartner:in
Jörgen Klussmann, Studienleiter
Themenbereich: Politik des Dialogs und der Vielfalt
https://www.fremd-vertraut.de/
Tel.: 0228 479898-50
Veranstaltungsort
Haus der Evangelischen Kirche Aachen
Frère-Roger-Straße 8-10
52062 Aachen
Zielgruppe
Es sind alle eingeladen, die sich für das Themenfeld interessieren.
Veranstalter / veröffentlicht von: Bild / Logo Evangelische Akademie im Rheinland
Evangelische Akademie im Rheinland
Tagungen und Austausch zu aktuellen Fragen in Kirche und Gesellschaft
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53225 Bonn
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Online-Redaktion:
Martina Steffen

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